Schritte zu mir selbst

Der erste Schritt zu mir selbst besteht darin, meiner eigenen Wirklichkeit treu zu sein, im Einklang mit mir selbst zu leben, mit dem Ich, mit meiner Persönlichkeit. Lebensfreude ist immer ein Ausdruck der Seele, wenn wir auf dem richtigen Weg sind. Sind wir auf dem falschen Weg, dann will keine wirkliche Lebensfreude aufkommen, dann sind wir im Stress, ständig »in action«, um bloß unsere innere Traurigkeit nicht wahrzunehmen. Wer sich keine Zeit für sich selbst nehmen kann, der darf sich nicht wundern, wenn er eine Kopie, aber kein Original ist.

Gerade das Alleinsein (zum Beispiel für ein Wochenende), das viele Menschen fürchten, führt die Wahrheit herbei: Kann ich ohne jede Ablenkung einen oder zwei Tage mit mir selbst verbringen? Fühle ich mich dabei wohl? Kann ich mit mir alleine etwas anfangen? Kann ich die Stille mit mir genießen, oder drängt es mich wieder, irgendetwas zu tun Fragen Sie sich: Was will ich wirklich? Was ist für mein Leben stimmig? Wo fühle ich mich wohl? Was bereitet mir Freude? Welches Leben würde so richtig zu mir passen? Nehmen Sie sich diese Zeit für sich! Dies kann ein erster Schritt von der Außenorientierung (was erwarten die anderen von mir?) zur Innenorientierung werden: Was entspricht mir selbst? Was ist meine Lebensaufgabe? Warum bin ich zu diesem Zeitpunkt in diesem Körper hier auf dieser Erde?

Wenn Sie auf diese Frage nicht spontan eine Antwort haben, dann nehmen Sie eine kleine Auszeit nur für sich selbst: ein Wochenende, einen Urlaub, was auch immer Sie sich leisten können, um jetzt die wichtigste Richtungsänderung Ihres Lebens vorzunehmen: vom Blick nach außen zum Blick nach innen.

Das ist ein erster kleiner Schritt zum Selbst, dass wir uns nichts mehr vormachen, nicht versuchen, ein falsches Ideal nach den Erwartungen anderer zu leben, das uns nicht wirklich entspricht. Falsche Ideale, die nicht unserem wahren Wesen entsprechen, schaffen immer Disharmonie – und letztlich Krankheiten.

Ein zweiter Schritt ist, uns ständig zu beobachten, uns zuzuschauen, wenn wir aggressiv werden oder uns ärgern, und uns fragen: Warum ärgert mich das? Wir erkennen: Wir sind gar nicht der, der sich ärgert. Wir sind der Beobachter und können erkennen: Unser Ärger sind innere Programme, die bei einem bestimmten Reiz eingeschaltet werden durch Auslöser wie Eltern, Schule, Partner, Chef, Kollegen usw. Da ärgert uns niemand, sondern jemand hat nur auf einen Knopf gedrückt, der unser Ärgerprogramm auslöst. Aber ICH, der Beobachter, ärgere mich nicht. Ich stehe über allem und kann das Ärgerprogramm auch wieder löschen.
Durch diese distanzierte Haltung zu uns selbst entwickelt sich immer mehr ein Verständnis für den Unterschied zwischen mir SELBST (dem Beobachter) und dem EGO, das alte Programme abspult.

Prüfen Sie immer wieder:

Ist das, was ich tue, wirklich das, was ich will? Erfüllt es mich mit Freude, oder stehe ich unter Stress? Ich lasse los, was ich als nicht ICH-SELBST erkenne. So erscheint immer mehr das, was ich wirklich bin.

Ich versuche auch nicht mehr »normal« zu sein, sondern der, der ich wirklich bin. Durch das, was ich nicht bin, erkenne ich, was ich wirklich bin.

Wie ein Bildhauer schlage ich weg, was nicht zu meiner Wirklichkeit gehört. Letztlich bleibt nichts mehr von meiner Persönlichkeit übrig. Das kann Angst machen, denn die Demontage des Ego macht dem Ego Angst. Was aber neu geboren wird, ist das ICH-SELBST.

Was als ICH-SELBST übrig bleibt, ist reines Bewusstsein. Als dieses Bewusstsein kann ich alles in Erscheinung treten lassen, kann jede Rolle spielen, jede Eigenschaft annehmen, alles sein.
Hier im ICH-SELBST kann ich die Antwort auf jede Frage finden, hier bin ich ganz HEIL. Ich mache mir bewusst, in welchem Körper, an welchem Ort, in welcher Zeit ich bin. Was ist hier stimmig, jetzt zu tun? Das zu tun, heißt wirklich leben.

Kurt Tepperwein „Gesundheit durch richtiges Denken“

… bereitgestellt von Reinhart Kargl

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Über Doris Getreuer und die Kunst der Liebe zu sich selbst

Ich unterstütze Dich, die Liebe in Dir zu wecken. * Meine Ausbildungen und mein bisheriges Tun: * Studium der Pädagogik und Soziologie an der Universität Wien (Spezialisierung auf Reformpädagogik und Psychoanalytische Pädagogik) * Trainerin für Erwachsenenbildung * Grundausbildung in Transaktionsanalyse * Diplompädagogin (M, ME, Zusatz: Informatik, Religion) * Montessoripädagogin * Diplomierte Legasthenietrainerin * Coach für Kinder, Jugendliche und Erwachsene * Schulcoach * Zertifikat: TRAIN THE TRAINER/IN von Vera F. Birkenbihl * Sängerin * Liedschreiberin * Farbenmalereien * Energethikerin - die Ethik der Energien: Jedes Wort und jeder Gedanke ist Energie. * Mag. Doris Getreuer
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